Weniger Hierarchie durch Projekte? – das Change-Potenzial nutzen

Referent: Dr. Klaus Wagenhals

Beschreibung
Im Wettbewerb um die Gunst der Kunden und um den Vorlauf bei Innovationen – der im Moment durch den „Internet of things“-Hype neu angestachelt wird – sowie um die Überwindung der Fachkräfte-und Demografie-Probleme kann man zwei interessante Entwicklungen feststellen: unsere Wirtschaft lebt immer stärker von Projekten (Schätzungen von Fachleuten gehen davon aus, dass schon heute mehr als 1/3 unseres BIP durch Projekte erwirtschaftet wird) diese „Projektifizierung“ im Einklang mit der Suche nach Innovationen und besseren Arbeitsbedingungen löst eine Erosion klassischer Hierarchien aus. Schon länger werden im Rahmen von „lean-Konzepten“ Hierarchie-Ebenen reduziert; die agil-Bewegung greift dies auf Projekt-Ebene auf und es entstehen „Inseln selbstbestimmter Teamarbeit“, die ein anderes Führungsverständnis fordert. Insofern verwundert es nicht, dass parallel dazu verstärkt die Notwendigkeit einer Neu-Ausrichtung der Unternehmenskulturen und die Bedeutung von Visionen und Werten diskutiert. Man hat erkannt, dass ohne die Einschwörung der Beschäftigten auf gemeinsame Ziele/ Visionen und einen für alle geltenden Werte-Kanon die Ablösung von „command and control“ kaum gelingen wird (s. auch den Film „Augenhöhe“, in dem betriebliche Beispiele hierzu dokumentiert werden).

Nutzen
Dies hat uns auf die Idee gebracht, in diesem Workshop mit Ihnen daran zu arbeiten, wie Sie derartige „Bewegungen“, wie wir sie oben skizziert haben, in Ihrem Arbeitsumfeld wahrnehmen und interpretieren; ob Sie darin Chancen sehen für die Neuorganisation von Projekten und ganzen Unternehmensteilen in die Richtung „mehr Augenhöhe“ – d.h. also mehr Freiraum für selbstbestimmtes, innovatives Arbeiten mit Spaß an Neuem, am Experimentieren und weniger burn-out; welche Rolle Sie dabei den Projekten aus Ihrer Erfahrung zuschreiben, um entsprechende Kultur-/ Arbeitsweisen-Veränderungen zu verbreitern (z.B. mittels Reviews oder „Retrospektiven“).